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Das Haus Schönborn - eine Familienbiographie

Das Haus Schönborn - eine Familienbiographie

Katholischer Reichsadel 1640-1840
Einband:Gebunden
Umfang:451 Seiten, 31 schwarz-weiß Abbildung(en)
Verlag:Schöningh Paderborn
Erscheinungsdatum:1. Auflage 2004
ISBN:978-3-506-71742-9
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Die Schönborns: das Katholische Adelsgeschlecht gehört zu den bekanntesten reichsritterschaftlichen Familien des süddeutschen Raums. Mehreren Familienmitgliedern gelang im 17. und 18. Jahrhundert der Aufstieg zu fürstbischöflichen Würden, sie beeinflussten nicht nur die geistliche und weltliche Politik ihrer Territorien, sondern auch die politischen Geschicke des Reiches. Ihre Karrieren führten zu einem beispiellosen Aufstieg des Gesamthauses. Auch nach dem Ende des Alten Reiches und dem Untergang der Reichskirche schaffte es das nunmehr standesherrliche Haus, sich in der neu formierenden Adelswelt des bürgerlichen Zeitalters zu etablieren. Die Familienbiographie will klären, wie es einer Adelsfamilie über zwei Jahrhunderte hinweg gelang, "oben zu bleiben".

Im Mittelpunkt der Studie stehen die Strategien des Adelsgeschlechts Schönborn zur Sicherung von familiären Chancen, Stand, Besitz und politischen Einfluss sowie die damit korrespondierenden Den-, Verhaltens- und Handlungweisen zwischen Westfälischem Frieden und Vormärz. Behandelt werden Ausbildungsgänge und Karriereverläufe, Heiratsprojekte und Besitzerwerb unter dem Gesichtspunkt familiärer Interessenlagen. In den Focus geraten ferner berufliche, wirtschaftliche und politische Maßnahmen sowie zugehörige kulturelle Ausdruckformen unter der Perspektive der gesellschaftlichen Platzierung der eigenen Person, der Sicherung der Familie und der Verfolgung reichsritterschaftlicher oder kirchenfürstlicher Interessen in der Welt der Bistümer. Und schließlich stehen reichspolitische Entscheidungslagen und Verhaltensweisen zur Diskussion, in denen persönliche, familiäre, reichsritterschaftliche und reichtskirchliche Interessen mit der großen Reichspolitik zusammentrafen und sich die Geschichte einer Familie nicht nur mit der Geschcihte einer Region oder der Reichskirche, sondern mit der des Alten Reiches verwob.
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